Der IndieWatt Eriz hat die Feuerprobe bestanden!

Geschätzte Lesezeit: Etwa 2 Minuten (312 Worte)

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein Grosser für die Menschen, die bis heute viele, viele Stunden am neuen IndieWatt gearbeitet haben. Christos Bersos, the wizard of electrics, Ivo Graber, the king of code, und meine Wenigkeit, the master of keine Ahnung. (ich verdreh sogar die Phasen, Mann!) Aber: Ich bin seit 4 Stunden ohne Netz und schreibe diesen Blogbeitrag mit Sonnenstrom, den meine PV-Module heute mit grösster Mühe zusammengekratzt haben. Ich habe ich mir ein feines Teechen gekocht, die Heizung läuft, der Winter kann kommen, wie auch der Induktionsherd, und wir vergeben allen Netzabhängigen, und der teuflische IndieWatt führt uns in Versuchung alle Lichter, den Backofen und auch die Musikanlage auf Volldampf zu drehen! Alles funktioniert, ohne Kompromisse seit vier herrlichen Stunden! Vier komplett autarke Selberstromstunden. Vier Stunden Es-geht-ja-doch-Hochgefühle! Heute Nachmittag habe ich auch Holz gefräst mit einer Drehstrom-Maschine. Am Anfang noch mit falscher Drehrichtung, aber dann, nach Wechseln der Phasen, ging das wie Butter. Sonne schneidet Holz.

Langsam aber sicher kommen wir zum IndieWatt unserer Träume: Ein mobiler Batteriespeicher, der von der Sonne direkt geladen wird und den man überall mitnehmen kann, wohin eine Strasse führt. Für Alpkäsereien, für ländliche Elektrifizierung in Entwicklungsländern, für Konzerte und ordentliche Feste abseits aller Netze. Ein IndieWatt für alles. Auch für zu Hause um den PV-Strom zu speichern.

Ein IndieWatt macht natürlich noch keine Energiewende, aber Mal Hand aufs Herz. Wenn in 10 Jahren die Salzbatterien spottbillig werden, und die Solarmodule noch dazu, dann bin ich mir jetzt schon ganz sicher, weil ich es heute selber wieder erlebt habe: Eine Vollversorgung mit erneuerbarer Energie ist machbar, Herr Nachbar. Und es macht vor allem herrlichen Spass.

Und wer Mal mit seinem Sonnenstrom übernachten will, der kann sich den IndieWatt bei mir ausleihen. IndieFeelGood! Just do it!

Veröffentlicht von Max.Ursin vor 11 Monaten, 19.10.2016

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3 Antworten zu “Der IndieWatt Eriz hat die Feuerprobe bestanden!”

  1. Kammermann Daniel
    20. Oktober 2016 at 19:52

    Gratuliere zum bisherigen Erfolg und zur Idee an sich. Wann gibt es den stationären Hausspeicher? Was braucht es für eine „massentaugliche“ Version des IndieWatt Systems? Knowhow oder nur Kapital? Bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
    Gruss vom Spiezberg

    1. 20. Oktober 2016 at 20:18

      Danke für die Blumen! Das know-how für das massentaugliche System (3 oder 6kW Hybridwechselrichter und 8.5kWh Salzbatterie, „beliebig“ skalierbar, d.h. kombinierbar in 1,2,3 und mehr Einheiten) haben wir jetzt. Das wird dann der stationäre Hausspeicher (einen Vorläufer haben wir schon in in Scoul installiert) und in einen Anhänger geschraubt wird das gleiche Modul zum mobilen Batteriespeicher). Den Tatbeweis haben wir jetzt erbracht, der nächste Schritt ist die Suche nach Investoren. Bis wir die finden, können wir ja Mal die Weintraubenpressen vom Spiezberg antreiben und ein paar Glässchen degustieren! Gruss vom Talboden der Realität in Meiringen!

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